Sonntag, 6. Juli 2014

24 Stunden Rotterdam






Im Dreiländereck aufgewachsen, habe ich schnell bemerkt, wie unglaublich schön unsere Nachbarländer Niederlande und Belgien sind. Ihre Landsleute sind zwar schon mal etwas eigen, aber da können sich die Deutschen schließlich auch nicht heraustun. Besonders die niederländischen Städte haben es mir angetan und da ich schon lange nicht mehr im „Käseland“ Holland war, habe ich den Geburtstag meines Freundes uneigennützig genutzt, um ihm einen Trip nach Rotterdam zu schenken. Ich habe vorher gecheckt, dass an dem Wochenende noch keine Ferien oder andere größere Ereignisse sind, die die Hotelpreise in die Höhe schießen lassen. Da war es ganz praktisch, Last-Minute zu buchen und wir haben ein wahnsinnig tolles Design-Hotel gefunden. Das „CititzenM“ lag direkt am Alten Hafen, wohin unser Zimmer auch den Ausblick hatte. Zum Hotel gibt es aber erst im nächsten Post mehr. 

Diesem Post widme ich ganz Rotterdam. Die Stadt hat mich begeistert. Ich hatte das Gefühl, jeder einzelne Stein wäre durchgeplant und designt. Sie ist so ganz anders als Amsterdam, nicht so überladen, nicht so überlaufen. Und bis auf einige wenige Stellen war sie ziemlich sauber und gepflegt. Bus und Bahn gibt es natürlich auch, war aber für einen Stadtbummel vollkommen überflüssig. 



Rotterdam ist für BMXer und Skater sehr gut gemacht


Wir hatten Glück, denn an dem Wochenende war ganz schön viel los. Am Museumsgarten stieg eine Art Festival, wo Aufführungen und Konzerte stattfanden. Dazu gab es verschiedene Essensbuden. In einer Bude konnte man sogar Poffertjes selber machen. Ein Traum! Weniger traumhaft: Das Angebot war nur für Kinder!! Tatsächlich standen acht kleine Kinder an, um Poffertjes zu backen und ich durfte nur zusehen. Das hat mich so erbost, dass ich nachts sofort von Poffertjes geträumt habe. Ich habe irgendwen damit beworfen… Bevor ihr mich für vollkommen verrückt haltet, mache ich mal schnell weiter.





Ein Angebot für Kinder... Schade
Wer mochte, konnte sich umstylen lassen. Die Dame auf dem Stuhl hat ziemlich lange anstehen müssen.
 Als wir weiter Richtung Fußgängerzone gegangen sind, kamen wir an einem Straßenfest vorbei. Das war so irre einfach. Überall wurde Musik abgespielt, Kapellen und kleine Bands mischten live dazwischen, Künstler auf Stelzen liefen herum, an einer Ecke konnte man sich die Haare im Rockabilly-Style machen lassen, und und und… In dem Gewusel haben wir einen freien Platz in einem Café ergattern können, die auf kleine Teilchen spezialisiert waren. Damit ich die Poffertjes schnell vergessen konnte, habe ich drauf losbestellt: Einen Brownie mit Walnüssen, einen Brownie natur und ein Stück Lemon Schnitte. Es war göttlich und zerging so auf der Zunge. Die Brownies hatten eine Konsistenz wie Fudge und die Lemon Schnitte schmeckte extrem frisch und war perfekt zwischen sauer und süß ausbalanciert.
Den Abend haben wir am Alten Hafen verbracht und fettiges holländisches Essen gegessen. In der Bar neben uns wurde Fußball geschaut und eine Gruppe von Freunden war in brasilianischer und chilenischer Fraktion aufgeteilt. Das war passend zum Spiel extrem lustig. Beim Verdauungsspaziergang an der Nieuwe Maas konnte ich das Licht für noch ein paar Fotos ausnutzen. Aber das war es natürlich nicht mit den Bildern aus Rotterdam. Im nächsten Post kommt der Rest…

Zu gut einfach!

Lemon-Schnitte zum Kaffee. Yummy!


Und auch das ist Rotterdam: Ein Lavendelfeld in der Fußgängerzone

Die Kubushäuser. Nur das Fensterputzen sollte mal jemand in Angriff nehmen

Die Ersamusbrücke am Abend.

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