Sonntag, 26. Juli 2015

Abschied aus Hamburg mit einem Bündel Tipps



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Sechs Wochen sind nicht lang. Als ich vor sechs Wochen in Hamburg ankam, habe ich allerdings nicht gedacht, dass mir der Abschied hier so schwer fällt. Müsste ich gleich ins Flugzeug nach Köln steigen, würde ich wahrscheinlich den Flug verpassen. Aber zum Glück habe ich noch ein paar Tage Urlaub angehängt, sodass ich einen Grund haben sollte, mich zu freuen. Sollte. Denn trotzdem sitze ich hier am Flughafen mit einem dicken Kloß im Hals. Bloggen hilft nicht nur gegen Flugangst. 
Ich habe Hamburg als eine Stadt voller Gegensätze kennengelernt. Es beginnt bei der Alster und der Elbe, den Stadtteilen Harvestehude und St. Pauli, der Hafencity und der Speicherstadt und nicht zuletzt bei den Menschen hier im Norden, die distanziert, aber gleichzeitig unglaublich herzlich auftreten können.
Meine Zeit habe ich ausgenutzt und jede Möglichkeit mitgenommen, um irgendwo in der Stadt zu sitzen. Das hatte nicht nur mit meinem furchtbaren Zimmer im Wohnheim zu tun. Sondern auch, weil Hamburg es einem sehr einfach macht, sich wohl zu fühlen. Plätze mit besonders schönen Erinnerungen habe ich gesammelt und verlinke sie für einen Überblick.

Und einmal HIER

Falafelstern: Wer gerne Falafeln isst, ist beim Falafelstern richtig. Wer die Kichererbsenhappen nicht mag, sollte sich bekehren lassen. Direkt gegenüber der S-Bahnhaltestelle Sternschanze werden die wohl besten Falafeln in Hamburg kredenzt. Den riesige Haufen Humus habe ich übrigens immer als erstes verspeist. Preis ab 4,50 Euro.

Kumpir: Nur ein paar Meter weiter gibt es einen Kumpir-Laden. Dort werden Folienkartoffeln zubereitet, die unterschiedliche Toppings haben. Mein Favorit war die Kartoffel mit Möhrensalat, Feta, Gurken und Tomaten und Oliven-Peperoni-Salat. Preis ab 3,90 Euro, für die Freundlichkeit bezahlt man nicht mit – nur für den Geschmack.

Bullerei: In Hamburg sind einige Sterneköche zu Hause. Tim Mälzer hat sich mit seiner Bullerei im Herzen der Schanze angesiedelt. Reservierungen am Abend sind Pflicht, ansonsten muss eine längere Wartezeit eingeplant werden. Ich hatte Steak und empfehle, sich etwas zu trauen. Bei mir war es die gebackene Zwiebel, die ich wohl in anderen Restaurants nicht bestellt hätte. Ab mittags hat das Deli auf. Kleine Speisen fangen dort ab 9,00 Euro an. Für abends muss natürlich mehr gezahlt werden.

Fisch Imbiss Schabi: Der Name sagt schon, was einen hier erwartet: Fisch, aber super lecker! Ich empfehle den Mixed Teller, auf dem neben Salat und Kartoffelchips eine riesige Portion verschiedener Fisch thronte. Bis morgens war ich noch satt danach. Auf dem Schulterblatt (so heißt die Straße) gibt es einige Tapas- und Fischläden. Dieser war der beste! Fish and Chips gehen ab 7 Euro los.

Brücke 10: Wer ein gutes Fischbrötchen möchte, sollte an den Landungsbrücken vorbei an allen anderen Buden Richtung Brücke 10 gehen. Dort wird man nicht enttäuscht. Bei einem Bierchen lässt sich mit dem Snack das Treiben auf der Promenade beobachten. Meine Favoriten sind das Matjes-Brötchen (3,50 Euro - kann man auch ohne Zwiebeln bestellen) und das Krabbenbrötchen. Wen die 7,50 Euro für die Nordseekrabben abschrecken, sollte sich die Portion auf den Tischen angucken, staunen und die 7,50 Euro zahlen.



Strandperle: Am Elbstrand lässt es sich aushalten. Wer etwas trinken oder essen möchte, ist in der Strandperle gut aufgehoben. Der Beachclub im HH-Style bietet auch alles zum Mitnehmen an. Wer keinen Platz bekommt, kann sich also in den Sand setzen und den Schiffen zugucken. (Getränke ab 2,50 Euro, Speisen ab 3,50 Euro)

Frau Möller: Auf der Langen Reihe in St. Georg gibt es eine ganze Menge Lokale. Die Fluktuation der Gäste ist bei Frau Möller ein gutes Zeichen - mit Recht. Von kleinen Speisen bis Burger gibt es auf der Karte alles zu ziemlich fairen Preisen. Die Küche hat übrigens bis 4 Uhr nachts geöffnet!

Fleetschlösschen: Zwischen Speicherstadt und Hafencity geht das kleine Schloss ein bisschen unter. Schade, denn es sitzt sich innen sehr gemütlich und der Americano schmeckt herrlich. (Kaffee ab ca. 2 Euro) 

Rindermarkthalle: Vor ein paar Jahren wurde die alte Schlachthalle saniert. Jetzt sind neben Supermärkten auch viele kleine Feinkostläden und Imbisse in der Halle aufgebaut. Samstags ist Street Food Markt, ab und zu auch Trödelmarkt.

Le Fonque: Eine Bar auf der Schanze. Hier wird Funk, Soul, Boogie und was ins Raster passt gespielt. Gemütlich sitzt man in Sesseln, auf einer Couch oder an der Bar. Das schummernde Licht lässt einen zur späten/ oder schon wieder frühen Stunde zwar schnell müde werden, aber die entspannte Atmosphäre mochte ich. Bier ab 2,90 Euro (glaube ich)

Minimarkt: Nichts zum Futtern, aber zum Bummeln. Der Minimarkt ist eine Art Concept Store, ohne einer zu sein. Einrichtungs- und Deko-Angebote begeistern neben den Accessoires täglich Scharen von Mädels.

Lys: Den Tipp habe ich selber bekommen. Das skandinavische Einrichtungshaus  hat wunderschöne Möbel. Auch nur zum Gucken lohnt sich das Geschäft am Eppendorferweg.

Kieztour: Diese ist nicht nur etwas für Touristen! Wer sich abends den Trubel auf der Reeperbahn angetan hat, sollte erfahren, was hinter dem Kiez steckt. Denn St. Pauli ist mehr als Rotlicht und Party. Buchen über St. Pauli Tourist Office empfehle ich!

Hafenrundfahrt: Ich machte meine Bootstour nach 4 Wochen und lerne HH wieder ein Stückchen besser kennen. Die 15 Euro sind gut angelegt, wenn der Kapitän selber spricht und nicht nur ein Band abspielt. Die Touren, die an der Speicherstadt beginnen, kann ich empfehlen. Tipp: Ist der Wasserstand zu hoch, dürfen die Boote nicht in der Speicherstadt fahren. Also vorher fragen und sonst vier Stunden später nochmal kommen.

1 Kommentar:

  1. You did it! :) Da habe ich glatt auch noch ein paar gute Ideen gefunden! Hab es schön in Schweden, liebe Theres!

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