Donnerstag, 6. August 2015

Vollkorn-Ratatouille-Tarte mit Ziegenkäse und Pastis



Geschmacksschönheiten: Ich liebe bunte Tomaten!

"Jeder kann kochen" - ich mag die Philosophie von "Ratatouille". Es macht hoffentlich bei jedem sofort Klick, denn ich meine den Film mit der Ratte und dem niedlichen rothaarigen Koch. Es ist einer meiner Lieblingsfilme - nicht nur, weil er in Paris spielt, sondern auch, weil viel Wahres hinter der Geschichte steckt. 
Am Ende kann der kleine Chef mit einem einfachen Gericht den Restaurantkritiker überzeugen. Zur Erinnerung: Ratatouille war in Frankreich lange Jahre ein "Arme-Leute-Gericht". So wie bei uns Kartoffelbrei. 
Mein Ratatouille habe ich in einer etwas anderen Form serviert: Als Tartelettes. Der Clou versteckte sich unter dem Gemüse. Mit ein paar Tropfen Pastis habe ich die Törtchen aufgepeppt und zu der Frische des Gemüses, der geschmolzenen Würze des Käses und des körnigen Teiges eine ungewohnt süßliche Note eingebracht. Im Mund vermischte sich alles so harmonisch, sodass der Weißwein erst nach dem Essen probiert wurde... C'est la Vie... 

Für den Teig habe ich kein normales Weizenmehl genommen. Die Törtchen gab es abends und pro Person nur eins. Die Menge war völlig ausreichend, denn Vollkornmehl sättigt viel schneller und nachhaltiger als Weizenmehl. Ein höherer Zahlen-Typ auf der Packung lohnt sich. Vollkornmehl wird wiederum gesondert betrachtet, was HIER sehr schön erklärt wird. Mittlerweile bieten Supermärkte und Discounter verschiedene Mehlsorten an, sodass die Ausrede mit dem Reformhaus wegfällt. 

Wer kein Pastsis zu Hause hat oder ihn nicht kaufen möchte, kann auch sehr gut ein anderes Aroma benutzen, dass ich in mein normales Ratatouille immer hinzufüge: Balsamico-Essig. Ein paar Tropfen auf das Gemüse geben, statt auf den Käse. Schmeckt herrlich säuerlich und frisch. 





Das Rezept:

Für den Teig:
175 Gramm Mehl (beispielsweise Vollkornmehl)
1 Tl Salz
85 Gramm kalte Butter
1 Eigelb

Für den Belag:
Ziegenkäse (z.B. eine Rolle von dem weichen Käse)
Einen Schuss Pastis
Eine mittelgroße Paprika
Eine kleine Zucchini
bunte kleine Tomaten
Salz, Pfeffer und Kräuter der Provaince zum Würzen




Die Zutaten für den Teig mit 2 bis 3 El Eiswasser verkneten und eine Stunde im Kühlschank ruhen lassen. 
Die Tartelettes-Förmchen ausbuttern und den Teig hineindrücken. Ein paar Mal mit einer Gabel einstechen und im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad 10 Minuten vorbacken.
In der Zwischenzeit die Paprika und Zucchini waschen, Paprika entkernen und beides in dünne Streifen schneiden.
Haben die Tartelettes die erste Runde im Ofen überstanden, geht es weiter: Den Ziegenkäse in dünne Scheiben schneiden und auf den Tarte-Boden legen. Mit ein paar Tropfen Pastis benässen. Vorsicht! Sie dürfen nicht zu nass werden, weil der Boden sonst nicht fest wird. Auf den Käse die Paprika und Zucchini anordnen. Würzen und für weitere 25 Minuten in den Ofen schieben. Ungefähr fünf Minuten vor Backende zwei bis drei Tomaten auf die Tartelettes legen. Dann werden sie warm, aber nicht so furchtbar heiß.

Bon Appétit! 


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